Verkehrsführung während der Bauarbeiten auf der Traunbrücke ab 26.11.2016

Verkehrsführung während der Bauarbeiten auf der Traunbrücke ab 26. Nov. 2016

Verkehrsführung ab 26. Nov. 2016

Mit Beendigung der Bauarbeiten am 25. November 2016 zwischen Rathausplatz und Trauntor wird die Durchfahrt durch die Gmundner Innenstadt wieder möglich sein. Bezirkshauptmannschaft, Stadtgemeinde und die Wirtschaftsinitiative Gmunden haben sich auf einen Testbetrieb für einen ampelgeregelten Gegenverkehr auf der Traunbrücke geeinigt.

Die Rahmenbedingungen sind komplex und es müssen verschiedene Parameter berücksichtigt werden. Die Entscheidung liegt bei der Bezirkshauptmannschaft als bescheidausstellende Behörde. Von Seiten der Bevölkerung und der Gmundner Kaufmannschaft wurde in den letzten Wochen der Wunsch nach einer beidseitig befahrbaren Traunbrücke immer lauter.

„Als Bezirkshauptmannschaft sind wir für eine funktionierende Verkehrsführung verantwortlich. Nimmt man die uns aus heutiger Sicht zur Verfügung stehenden Fakten, Expertengutachten sowie die jahrelange Erfahrung, so würden wir für eine Einbahnregelung entscheiden - egal ob stadtein- oder auswärts. Wir haben aber auch Verständnis für die Anliegen der Bevölkerung und der Wirtschaft. Deshalb haben wir uns für einen Testbetrieb entschieden und werden die diesbezüglichen Beschiede ausstellen“, sagt Bezirkshauptmann Mag. Alois Lanz.

Der Testbetrieb startet am 26. November 2016 und endet am 28. Jänner 2017. „Sollte die Regelung zu nachhaltigen Staubildungen und unzumutbaren Verkehrsverhältnissen führen, behalten wir uns das Recht vor, den Testbetrieb vorzeitig zu beenden“, ergänzt Lanz.

Für den Testbetrieb hat sich vor allem die WIG (Wirtschaftsinitiative Gmunden) stark gemacht. Mit einer von 160 Personen unterzeichneten Petition wurde der Forderung Nachdruck verliehen. „Der Vorstand der WIG ist der Bezirkshauptmannschaft für ihr Entgegenkommen und die gezeigte Flexibilität sehr dankbar und übernimmt auch die Verantwortung für etwaige negative Auswirkungen,“ erklärt WIG-Obmann Mag. Florian Schönleitner.

Die WIG hat mehr als 90 Mitgliedsbetriebe. Dem Vorstand gehören neben Florian Schönleitner noch Sabine Eisner, Tina Ettinger, Manfred Reingruber, Wolfgang Reingruber, Harald Prielinger, Andreas Paschinger und Mag. Jochen Forstinger an.

Nachdem die Bauarbeiten an der Traunbrücke bis 2018 dauern, ist eine abgesicherte und fundierte Entscheidung auf breiter Basis wünschenswert. „Als Stadtgemeinde ist es uns wichtig, die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger und natürlich auch die Wirtschaft so gering als möglich zu halten. Mit der Möglichkeit des Testbetriebes verlassen wir uns nicht nur auf Expertenmeinungen, sondern können die Verkehrslösung in einem Echtzeitbetrieb testen. Die darauf aufbauende endgültige Entscheidung wird somit im Rahmen eines breiten Konsens erfolgen“, sagt Bürgermeister Mag. Stefan Krapf.

Die Traunbrücke wird während der Bauarbeiten in jedem Fall ein verkehrstechnisches Nadelöhr sein. „Der Gegenverkehrsbereich soll in erster Linie helfen, die Verbindung zwischen Traundorf und Weyer mit der Innenstadt – und umgekehrt – zu erleichtern. Für „Durchfahrten“ um beispielsweise von Altmünster nach Laakirchen zu gelangen, ersuche ich die Verkehrsteilnehmer, die Nordumfahrung zu wählen. Es gibt sowohl am Ost- wie auch Westufer ausreichend Parkplätze, von denen die Geschäfte am jeweils anderen Ufer in wenigen Gehminuten erreicht werden können. Ich hoffe, dass die Autofahrer im Sinne einer Verkehrsentlastung hier ein entsprechendes Bewusstsein zeigen“, appelliert Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder an die Vernunft.


Eine Verlängerung der Bauzeit ist rechtlich nicht möglich

Zwischen Land OÖ und Stadtgemeinde gibt es Verträge, die besagen, dass der Verursacher von Bauzeitverzögerungen die daraus resultierenden Mehrkosten alleine zu tragen hat. „Sollte der Testbetrieb zeigen, dass dieser zwar stautechnisch funktionieren würde, dies aber zu Lasten eines effizienten Baustellenbetriebes geht, können wir dem ampelgeregelten Gegenverkehr nicht zu stimmen, da die Mehrkosten ja bei der Gemeinde hängen bleiben würden“, so Krapf.

MESSUNG UND EVALUIERUNG

Um nach dem Testbetrieb eine sachliche und faktenbasierte Entscheidung treffen zu können, ob der ampelgeregelte Gegenverkehr bleibt oder doch auf ein Einbahnsystem umgestellt werden muss, wurde ein Kriterienkatalog zur Evaluierung entwickelt.

Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen und die Staubildung

Zwischen Grabenkreuzung und dem Kreisverkehr beim Plassauerhof wird es zu einem vermehrten Verkehrsaufkommen und zur Bildung von Rückstaus kommen, die in Spitzenzeiten vermutlich auch darüber hinaus gehen werden. Mit den Evaluierungskriterien soll ein objektiver Maßstab gefunden werden und Grenzen für die „Erträglichkeit“ definiert werden.

Folgende Instrumente zur Staumessung stehen zur Verfügung:

  • - Zählgeräte, welche die Frequenz und Verkehrsdichte messen
  • - Einsatzfahrer des Roten Kreuz dokumentieren die Auswirkungen dieser Verkehrsführung.
  • - Dokumentierte Beton-Anlieferzeiten ab Werk
  • - Betriebe, die entlang der Trasse angesiedelt sind, werden die Verkehrssituation dokumentieren und mit Bildern untermauern
  • - Direkte Befragungen von Passanten und Autofahrern geben Rückschlüsse über die subjektiv wahrgenommene Erträglichkeit

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