Mehrwert mit Lebensqualität. Bitte einsteigen!

Der Zusammenschluss der Traunseebahn mit der Gmundner Straßenbahn wird nach jahrzehntelangen Verhandlungen und Planungsphasen verwirklicht. Somit wird eine Lücke im öffentlichen Verkehrsnetz geschlossen, die einen besonderen Mehrwert für die gesamte Region schafft.

Begleitend zur Durchbindung der Straßenbahn wird ein zukunftsweisendes Stadtentwicklungsprogramm gestartet. Durch die Neugestaltung von Straßen und Plätzen aber auch die Sanierung der bestehenden Infrastruktur leistet das Gesamtprojekt einen wesentlichen Mehrwert für alle Gmundnerinnen und Gmundner, Gäste und Touristen sowie die Bewohner in den stadt.regio.tram-Gemeinden Gschwandt, Kirchham und Vorchdorf.

  

1. ÖKOLOGISCHES VERKEHRSKONZEPT DER ZUKUNFT

Die Straßenbahn ist nicht nur ein ökologisch nachhaltiges Verkehrsmittel, sie wird auch wesentlich zur Entspannung der Verkehrssituation beitragen. Zahlreiche Simulationen belegen, dass die Straßenbahn keine zusätzlichen Staus verursacht, sondern sich problemlos in den Verkehrsfluss eingliedert, da sie auf der rechten Spur mit dem Fließverkehr verläuft und von der Ampelsteuerung bevorzugt wird. Entlang der stadt.regio.tram-Linie sind viele wichtige Sozialeinrichtungen, Ämter und Behörden sowie Arztpraxen angesiedelt. Leicht und sicher für jedermann erreichbar.
Mit der stadt.regio.tram. bekommt Gmunden auch ein neues Bus-Konzept: bestehende regionale Buslinien werden zum Teil ersetzt, gleichzeitig wird es deutlich weniger Busse am Rathausplatz geben. Das zu erwartende geringere Verkehrsaufkommen wird so auch einen Beitrag zur Attraktivierung des Rathausplatzes leisten.

2. VERDOPPELUNG DER FAHRGASTZAHLEN

Laut Potenzialanalyse eines Wiener Verkehrsplanungsbüros ist mit mindestens einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen zu rechnen – und das bei für die Stadt gleichbleibenden Betriebskosten. Erfahrungen bei der Linzer Lokalbahn (LILO) zeigen, dass durch die Beschaffung neuer Fahrzeuge und die Attraktivierung der Infrastruktur das Fahrgastaufkommen massiv ansteigt. Auch die Verlängerung der Straßenbahn von Linz zum Harter Plateau beweist, dass moderner Schienenverkehr alle Potenzialerwartungen übertrifft.

Fahrgastprognose stadt.regio.tram. bis 2015

3. BELEBUNG DER INNENSTADT

Andere Städte liefern den Beweis, dass Straßenbahnen einen entscheidenden Impuls zur Belebung von Innenstädten und deren Geschäften und Lokalen geben. Sie erhöhen die Personen- und Besucherfrequenz und sind ein zeitgemäßes Instrument für die städtebauliche Entwicklung und damit für die Belebung der Zentren.

4. STÄRKUNG DES NÖRDLICHEN SALZKAMMERGUTES

Die lückenlose Durchfahrt vom Hauptbahnhof Gmunden bis nach Vorchdorf und die damit verbundene Erreichbarkeit der Bezirkshauptstadt Gmunden stellt einen wichtigen Standortvorteil für zukünftige Betriebsansiedelungen dar. Für ArbeitnehmerInnen und Betriebe entlang der Bahnstrecke bringt die stadt.regio.tram. mehr Flexibilität. Aber auch die optimale verkehrstechnische Erschließung von Tourismusattraktionen und Fremdenverkehrsbetrieben leistet einen Beitrag zur langfristigen Absicherung von Arbeitsplätzen. Darüber hinaus ist die Verbindung Gmunden–Vorchdorf die Basis für eine zukünftige Schienenverbindung nach Laakirchen.

5. BARRIEREFREI DIREKT ZU DEN ZÜGEN DER ÖBB

Ab 2015 sind Verkehrsbetriebe verpflichtet, barrierefreie Verkehrsmittel anzubieten. Diese Tatsache und die fortgeschrittene Lebensdauer machen die Investition in neue Triebwagen - auch ohne Durchbindung - notwendig. Und das in zwei Ausführungen: einmal für die Traunseebahn, einmal für die bestehende Straßenbahn. Die stadt.regio.tram. ermöglicht nicht nur die Anschaffung eines Typs, auch die Wartung erfolgt kosteneffizient in nur mehr einer Werkstatt. Darüber hinaus wird die Endhaltestelle direkt in den Neubau des Gmundner Hauptbahnhofes integriert.

6. PROBLEMLOS IN DIE SCHULE, SICHER ZUR ARBEIT

Beinahe jede Schule in Gmunden wird mit der stadt.regio.tram. und einem kurzen Fußweg erreichbar sein. Dies spart nicht nur Zeit, sondern auch jede Menge Verkehrsbelastung zu den Stoßzeiten. Die Stadtteile östlich und westlich der Traun werden durch die Straßenbahn umstiegsfrei verbunden. Das bringt vor allem für die PendlerInnen eine große Erleichterung. Aber auch Menschen aus den südlichen Regionen des Salzkammerguts können nun per Schiene ihre Arbeitsplätze noch einfacher erreichen.

7. STRASSEN- UND LEITUNGSSANIERUNG

Im stadt.regio.tram-Projekt ist auch die dringend notwendige Straßen- und Leitungssanierung in der Innenstadt bereits budgetiert! Weiters werden Gas- und Wasserleitungen erneuert. Und zu guter Letzt wird zwischen Bezirkshauptmannschaft und Seebahnhof im Zuge des Oberleitungsbaus die Straßenbeleuchtung erneuert.

8. NEUBAU DER TRAUNBRÜCKE

Natürlich wird auch die neue stadt.regio.tram. die Traunbrücke gemeinsam mit dem Individualverkehr nutzen. Deshalb ist ein Neubau erforderlich. Aber ähnlich wie bei Straße und Einbauten profitieren alle GmundnerInnen: Denn mit einem Alter von mehr als 50 Jahren und den noch vorhandenen 100 Jahre alten Holzpiloten müsste die Traunbrücke laut Expertenschätzungen in 10 bis 15 Jahren ohnehin neu errichtet werden.

Eine Baumaßnahme, die im Zuge des stadt.regio.tram-Projektes schon jetzt durchgeführt wird.

Darüber hinaus wird aufgrund der schmäleren Brückenpfeiler die Abflussmenge vergrößert, was den Hochwasserschutz positiv beinflusst.

9. ZWEISPURIG DURCHS TRAUNTOR

Man glaubt es kaum, aber die Garnituren der stadt.regio.tram. werden problemlos durch die historischen Gemäuer des Trauntores durchfahren – ganz ohne Umbaumaßnahmen. Ein Sinnbild dafür, dass historische Tradition mit Zukunftsvisionen einhergehen kann.

10. RETTET DIE GMUNDNER STRASSENBAHN

Seit ihrer Gründung vor 120 Jahren ist die Straßenbahn ein lebendiges Wahrzeichen der Traunseestadt. Der Straßenbahnbetrieb zwischen Bahnhof und Franz-Josef-Platz wie bisher würde aber nach 2015 aufgrund der gesetzlich geforderten Barrierefreiheit sehr schwierig aufrecht zu erhalten sein. Als stadt.regio.tram. bekommt die Straßenbahn nicht nur einen kräftigen Impuls für die Zukunft. Auch die historischen Garnituren werden vermehrt zu bewundern sein und historische Straßenbahnfahrten zur Station Engelhof, dem ältesten noch in Betrieb befindlichen Bahnhof Europas (1836), werden zur Touristenattraktion.